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Die neuesten Ideen und Geschichten...

Der Nacht stelle ich meinen Schlaf zur Verfügung

Zeit meine Wunden zu heilen

Lärm
Lärm der Wolken im Mut des warmen Regens
Wäscht des Denkens Lust
Auf des Erd-Zaubers
Gesäubertem Staub

Gibt einem profanen Tropfen
Die Kraft sich aufzurichten
Und ohne Umwege ins Feld
Der heilenden Kräuter zu wandern

Brille aus Eiskristallen
Gibt Vollmacht der Nacht
Schmerzliches Aufbegehren
Zu neutralisieren

Moderne Zeiten aus Schokolade
Lassen Gefäße voll Tränen zurück
Im längst verfallenen Datum

Epiphänomen
Traditionen aufgehängt wie Trauben
An Zweigen
Die Verbeugung fordern
Und Tänze
Und Riten
Und Flüstern
Und Lesen im Buch des Gründers
Aufwachen
Im erkennenden Schnee
Unerwünscht

Vom Samen meines Vaters bin ich nicht
Nicht vom Ei meiner Mutter
Vielleicht vom Ei eines Vogels
Ausgebrütet im Wipfel eines Waldbaums im gelben Frühling
Eine Mischung zwischen Spatz und Paradiesvogel
Immer will ich fliegen
Und lande im Korridor der Vorhalle
Fliege von Vorhalle zu Vorhalle
Zerstörte und wieder aufgebaute
Eingehüllt in mein Federkleid aus Plastik
Mit Türen und Schubfächern
Papierkörben mit zerrissenen Wunden
Mit verordneten Gesetzen  und Gebrauchsanweisungen
Darunter die schillernden Flügel
Noch nicht gestutzt
Und sichtbar nur für sanfte Fühlaugen
Leise zitternd die Zeit zählend
Unerwartete Wassertropfen
die heiße Steine suchen
Formen japanische Wasserlippen
die sich küssend durch Institutionen schlängeln
und an Fäden tanzen müssen
vom Puppenspieler geliebt
Von seiner Willkür sich befreiend auf den Weg gemacht
Allmählich verstehend was zu suchen ist
und aufzupassen nicht als Turmuhr
in der Öde einer trockenen Steppe zu seufzen

Höhle
Diese Höhle
Fehlgeburt eines Berges
Fledermäuse schwirren eine Bach'sche Fuge
Salzige Wellen strecken sich nach den Füßen
des Mädchens
in Liebe umspielt
Streichelnde Hände berühren ihren Schaum
der tanzend aufspringt zu den Farben der Sonne
Bizarre Muschel-Schalen in den geformten Wellenrillen
Strandgeschenke
Lieder der Trance im steten Rauschen
vom Kontinent da drüben geschickt

Schatten
Ein Schatten wartet auf seine 3-dimensionale Reinkarnation
Die Ecke träumt von einer anderen Möglichkeit
(Eine Ecke zu sein)
Wie oft läuft die Hoffnung davon
weil sie geprügelt wird
Streiche sie aus dem Schatz Deiner Worte
Sie ist trügerisch - billig - und unbezahlbar
Der Saft ist da wo wir ihn finden werden
In der reifen Frucht

Lavendel-Strauch
Der Käfer kämpft sich durch das Dickicht der Küchenkräuter
Er sucht den duftenden Lavendel-Strauch
Alle wollen zum Lavendel-Strauch
Vorbei an Salbei und Petersilie
An Basilikum Pfefferminze und dem "Irgendwas-Kraut"
Aber woooo ist er - der Lavendel-Strauch

Flamme
Ausgekokelt-geräucherte Erbschaft
Im lila weinenden Morgenrock
Das Lied vom Vater
der ihr nichts hinterlassen hat
Abgesoffen ist die Flamme
füßestampfend - lodernd - aufbegehrend
Immer wieder werden den falschen Kühen
in die Euter gezwickt
anstatt sie zu melken
Denn Kühe können heilig sein
Und das Kalb ist nicht immer golden
Die grobe Poesie des Kraft-Dichters
nimmt mir die Schwingung der Erwartung
Holt mich drei Stufen herunter
von der vagen Empfindlichkeit des Morgens
Du bist vulgär hässlich und großartig
Wie gut dir nie begegnet zu sein
Dichter! Ich lese dich trotzdem
Ich hasse dich - und danke dir

 

Der Rasen hält den Atem an
Blüten suchen vergebens meinen zärtlichen Blick
Erstarren irritiert in ihrer Zuneigung
Die Kommunikation ist gestört
Eine enttäuschte Rosenknospe bleibt Kind
Eigentlich wollte sie leben
Lass dich im Mai noch einmal re-inblütieren
Deine Mutter ist winterhart

Slam Poetry im Falschdauer-Modus
Die infernalische Bagatelle
wurde geboren mit einer beweglichen Nabelschnur
die ihr ein unsagbares Waldlächeln
im nachdenklichen Wintergarten zaubert
Sie schreibt rasende Feuilletons
mit einem blaustimmlichen Federkiel
Braun-streifliche Klänge von Pferdehufen
galoppieren im Licht der revoltierenden Schwärze
Lernprozesse kreieren unvermittelt und nicht erwartet
abendliche leichtsinnige Windbeutel
die den Flusspfad erforschen
Zwischen zwei Händen in der Mitte
liegt die Hoffnung
auf einen Kaffe im Café

Mein Leben war ein aprikosen-farbener, kräuter-duftender Wahnsinn!
Als mir langsam bewusst wurde, dass meine Name „Ich" sei, verlor ich die tierische Unschuld.
Schon eine zeitlang aus der weichen Muttergrube heraus gekrochen, reckte ich meinen Kopf interessiert dem bunten Wirbel um mich herum entgegen.
Die Fühler meiner Neugier wurden immer wieder geputzt, poliert, gestutzt.
Angst und Lob hielten mich auf dem Förderband –
die Abgründe zu beiden Seiten ignorierend.
Die Wunder die ich erhoffte knüpfte ich mir selbst.
Alle unvermeidlichen Wunden versuchte und versuche ich zu verstehen.
Und staune in Demut – täglich.

Die Füße aneinander gefesselt
fliege ich über alle Dächer.
Die Knöchel schmerzen mich,
während ich die warme Luft mit den Händen zerteile.
Das Leben lässt nicht zu, dass ich vorübergehend sterbe.
Der Schlaf löst die Fußfesseln,
um mich mit Träumen schwer beladen
dem Aufwachen entgegen zu leiten. Guten Morgen Leben!

Die missglückten grünen Samthandschuhe des zukünftigen Monsters
liegen auf den letzten drei Weinflaschen.
Der halbfertige Kopf des zukünftigen grünen Monsters
trocknet auf der Mauer
und die Katzen rollen ihn herunter auf den Weg.
Heute bin ich schon zu müde
um mir noch Gedanken zu machen über diesen halben Kopf.
Es wird sicher nicht regnen
und er wird vielleicht trocknen.
Eigentlich mag ich keine zukünftigen grünen Monster.

Beschränktes Verstehen
Auf den Linien der Zeit
Abhängig von der Drehung des Planeten
Deine Baby-Haut strahlt
Und kippt Hebel um
Im Getriebe des Unsichtbaren
Sie dient dem Zweck, dem eigentlichen
Unterstützt vom Sing-Sang der Begehrlichkeiten…..

Dazwischen liegen Schicksal, Worte, Erziehung
Handlungen, Entscheidungen
Man nennt es Leben……

Und eines Tages siehst du durch die dicke Brille
Muster auf deiner Haut
Vom Leben gemalt……

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