Atelier Handplanet

1928 geboren, gehört E. Drosera Weisse zu einer Generation von Kriegskindern, die wie keine zuvor dem anonymen Schrecken ausgeliefert war.
Aber irgendwann war es vorbei und es folgte eine hellere Zeit in Berlin und München. Dann 27 Jahre im Süden Frankreichs mit Mann, Kindern, Ziegen und viel Licht. Aber auch wenn die Sonne des Südens kraftvoll war, die Dunkelheit der frühen Jahre blieb als unauslöschlicher Schatten irgendwo präsent.

So waren beide Seiten des Lebens im Wechselspiel bestimmend gewesen und sie waren es noch immer, als E. Drosera Weisse 2002 nach Berlin zurück kehrte.
Davon leben und zeugen letztlich die Gedichte von E. Drosera Weisse, in denen südfranzösische Lebensart den Tiefen und Kratern gegenhält. Liebenswert, aber nie flach - tief, aber nie zum Ertrinken.  Dr. Jürgen O. Kirchner

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    1

    Aprikosenfarbenes Leben

    Mein Leben war ein aprikosen-farbener, kräuter-duftender Wahnsinn! Als mir langsam bewusst wurde, dass meine Name „Ich“ sei, verlor ich die tierische Unschuld. Schon eine zeitlang aus der weichen Muttergrube heraus gekrochen, reckte ich meinen Kopf interessiert dem bunten Wirbel um mich herum entgegen.

    2

    Die Fühler meiner Neugier wurden immer wieder geputzt, poliert, gestutzt. Angst und Lob hielten mich auf dem Förderband – die Abgründe zu beiden Seiten ignorierend. Die Wunder die ich erhoffte knüpfte ich mir selbst. Alle unvermeidlichen Wunden versuchte und versuche ich zu verstehen. Und staune in Demut – täglich.

    3

    Ein bisschen kratzen

Das atomare Feuer der Vorzeit 
Quält sich durch den Honig des Weltalls
Das plasmatische Inertial-System 
Lässt alle Körper träge werden
Keine Informationen zwischen den Galaxien
Nur ein bisschen kratzen an der Unendlichkeit
Die morphogenetischen Felder lachen sich eins
Sie umgreifen die Galaxien und lassen uns staunen 
Und der General-Ober-Landes-Behörden-Inspektor
Meint:
Wir haben alles unter Kontrolle!

    Jeder Morgen

    Ein Blick zurück Als meine Haut noch makellos war..... Und jeder Morgen erwachte Mit einem Abenteuer in den Armen......

    Eva Drosera Weisse Und immer ist es jetzt

    Freitags-Glosse

    Am runden Tisch der Freitagsfreunde
    Sagte mein Nachbar zur Linken
    Plötzlich einen merkwürdigen Satz
    Ich habe keinen Computer und kein Handy
    Aber ein stinknormales Telefon plus Fax
    Das hätte er doch
    Bestürztes Schweigen
    Trotzdem machte er einen ganz normalen Eindruck
    Mit einem Hauch liebenswürdiger Gelassenheit

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    1

    Sie rief ihnen zu: Ihr könnt euch amüsieren, aber bitte nicht zu viele Dummheiten machen, nur etwas Gras am Parkrand fressen, keinen Blumenkohl und keinen Salat vom Gemüsehändler! Auch nicht in den Supermarkt gehen…..Und nicht die elektrischen Kabel anknabbern! Und Ihr beiden Wolken-Damen, habt ihr nicht Lust, ein bisschen nach dem Rechten zu schauen mit euren Ah’s und Oh’s ??

    2

    Laika, die Hündin erschnupperte wunderbare Hunde-Parfüm-Kreationen von schicken Stadt-Hundemännchen an allen Ecken und Baumstämmen und bellte nicht ein einziges Mal. Bald folgten ihr drei Hunde-Männchen, doch die sahen eher wie kleine Strolche aus, mit struppigem Fell und großen, neugierigen Augen. Die waren sicher ganz scharf auf Touristen-Hündinnen! Doch Laika würdigte sie keines Blickes.

    3

    Pegasus-Esel trottete brav hinterher und schnaubte verächtlich, als so ein Hunde-Strolch versuchte, philosophische Gespräche mit ihm zu wälzen und das noch in einer fremden Sprache!

    ...

    Eva Drosera Weisse Josephine mit ihren Tieren

    Leseprobe

    Sie rief ihnen zu: Ihr könnt euch amüsieren, aber bitte nicht zu viele Dummheiten machen, nur etwas Gras am Parkrand fressen, keinen Blumenkohl und keinen Salat vom Gemüsehändler! Auch nicht in den Supermarkt gehen…..Und nicht die elektrischen Kabel anknabbern!
    Und Ihr beiden Wolken-Damen, habt ihr nicht Lust, ein bisschen nach dem Rechten zu schauen mit euren Ah’s und Oh’s ??

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  • Eva Drosera Weisse
    Gewagte Sprünge

    1

    Unsere Familie sammelte sich immer öfter um den Kamin in dem alten Müllerhaus. Wenn Leo, der Familienvater gerade nicht als Standfotograf irgendwo in der Welt herumschwirrte und Anatol sich von der Kunstakademie eine Weile befreien konnte – Jonas war schon ein französischer Einwohner und ein fleißiger 13-jähriger Schüler – begannen

    2

    wir, unsere neue Situation zu formen – mit den einfachen Mitteln, die wir zur Verfügung hatten. Jedes Familienmitglied hatte einen kleinen Lieblingsbereich für sich mit seinen ganz persönlichen Dingen , seinem für ihn wichtigen und geliebten Krimskrams.

    Eva Drosera Weisse Gewagte Sprünge

    Geschichten Bilder Ideen

    Dieses Buch ist noch in Arbeit. Hier können Sie schon ein Kapitel probelesen:

    Ein wunderlich-wundersames Atelier
    Unsere Familie sammelte sich immer öfter um den Kamin in dem alten Müllerhaus. Wenn Leo, der Familienvater gerade nicht als Standfotograf irgendwo in der Welt herumschwirrte und Anatol sich von der Kunstakademie eine Weile befreien konnte – Simon war schon ein französischer

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