gototopgototop
Kontakt | Weblinks
Texte Lyrik
Lyrische Texte und Gedichte...
Der Meteor hat das Glashaus mit den Zitronenbäumen zerschlagen
Heute keine Zitrone zum Fisch
Das Pferd ist gesattelt
Ich will zum Meer reiten
Breite Spuren im Sand
Das Ungeheuer ist wieder vorbei gekommen
Und hat den Fliederstrauch bedroht'
Ein Blatt ist weiß
Ich höre die Pinien
Der Strand ist heute leer
Die Delphine könnten Tarzan begrüßen
Ich gehe ins Schloss und rufe nach dem Diener
Wenn du noch jung bist hol dir die Früchte vom Baum
Bist du älter könnte ein Diener kommen – vielleicht
Der Hof mit den Blumen-Rabatten und dem Arkadengang
Die Quelle – kühl – Lavendelaroma
Hie und da bücke ich mich um Freude aufzusammeln
Freude aus der Vergangenheit
Sie wieder zusammen zu fügen
Zerbrochenes zu Zerbrochenem
Abgewertete Vergangenheit
Sie kann nicht mehr laufen
Und nicht mehr sprechen
Nicht wirklich
Zärtlichkeit
Als Mittel eine zeitlang zu überleben
Meine Mönchskutte schwingt mit mittelalterlicher Musik
Im Meereswind Duft von Kischblüten und Lavendel
Im Menschengesicht warnungsgekrümmte Sprechlippen-Oberhaut
Unerklärliche Anziehung
Ist plötzlich da
Verändert den Säftestrom des Lebendigen
Schon längst in vorausgehenden Vorstellungen skizziert
Einprogrammiert
Liegt es wie die Spinne auf der Lauer
Webt das Netz
Ist auf dem Sprung
Wartet nicht erkennbar
Rechnet immer mit dem Misserfolg
Ohne zu resignieren
Geniales Ineinanderknoten von Liebe und Hass
Vom Entstehen und sterben
Humus für das Neue
Im Schloss Ankunft der Bosheit
Sie lässt sich auf einer Sänfte die 73 Marmorstufen hinauftragen
Nach jeder 3. Stufe ein Peitschenhieb für die Träger
Nach jeder 5. Stufe wirft sie ihnen 4 Cents in die Taschen
Sie liebt den Geier der auf einer Säule hockt
Der bewundert ihre Fähigkeit die Welt zu beherrschen
Ihre Haut ist immer jung
Junges gegerbtes Leder
Sie hält den Kopf gesenkt
Mit wachen Augen nach rechts und links blickend
Schluckt täglich etwa 30 Gewehrkugeln
Um sie auf ihre Umgebung spuckend abzufeuern
Sie tötet nicht
Sie verletzt nur
Ihr Bauch ist geschwollen
Ständig bereit neue Bosheiten zu gebären
Es mangelt ihr an Grazie
Auf der 71. Stufe Zusammenbruch der Träger
Bosheit wiegt schwer
U Bahnhof Potsdamer Platz
8 Uhr am Morgen
Berufsverkehr
Sie drängen sich ins überfüllte Abteil
Riechen nach frischem Brot
Und Latte macchiato
Nach Aufbruch
Sehnsuchtsparfümiertem Leben
Wie war das noch
Damals im Mai
Ach ja.......

Ich leihe mein Ohr dem Ungewissen

Dem zarten Gelb zum Beispiel

Im Übergang des Hellgrün ins Grüne

Kann den Sonnenaufgang nicht sehen

Weil Häuser mit Fenstern und Türen

Mir Blickgrenzen sind

Dieses helle Sonnenlicht-Orange

Kann ich nur aus der Erinnerung holen

Vergangene Daten gelebter Tage

Wie viel Kuppeln auf dem Dach unserer Begierden

Können wir uns eigentlich leisten

In die kalten Katakomben der Zuflucht

Dringt keine Sonne

Dazwischen das gebohnerte Parkett

Unterbrochen von Grasnarben und schmutzigen Pfützen

Der weiße Handschuh des Croupiers

Am Drehpunkt der Zahlenschüssel

Voilà meine Damen und Herren

Rien ne va plus

Am 10.05.2010

Verfallene Aktualitäten

Tiefe Fußspuren

Wind - verschneit

Sturm – versandet

Wasser – gespült

Glatt

Ein Hochhaus voller Humus

Und wir stehen oben

Stapfen durch die Neuigkeiten

Fußspuren…….

Und so weiter

Immer ist es „Jetzt“

 

2010

Mit Staubpartikeln panierte Zeit voller Wut
In die gelackte Pfanne gehauen
Geruch von Hoffnung treibt das Rad an
Das mich kreischend in die Stunden wirft

Die Lampe der Missgunst hat mich nicht verbrannt
Unverständnis hat mich nicht gebeugt
Und mich nicht entkräftet
Indem ich weißen Segen
In die Poren der schwebenden Luftwellen gedacht habe

2009

Dinge

Die Dinge enden nicht
Sie sind Licht
Sie sind Ton
Sie sind Wellenlängen
Sie treffen dich tief in deinem Vulkan
Der schläft – brodelt im Unterbewussten
Bewege dich auf dem Null-Plateau
Wenn du ins Plus kämst – könnte er spucken
Kämst du ins Minus – erkaltet dein Herz

Der Sturm weist dir den Geruch des Lichtes
Manchmal ist das Licht verstopft
Lass den Sturm einbrausen
Lässt er auch deine Hände erstarren
Rüttelt er auch an deinem „ich“
Lass ihn gewähren
Stampfe auf mit den Füßen und heule mit ihm
Er wird dir den Weg frei fegen
Von den Knoten der Routine – S O S
Du fängst an D E I N Leben zu leben

Mit allem was du schon weißt
Auch über den vielleicht Nichtnutz des Lebens
Gestehe es dir
Fängst du an zu leben
Du fängst an schöpferisch zu sein
Weil du jetzt weißt
Dass du die linke Hand in die rechte pressen kannst
Deinen Herzschlag spürst
Und etwas da ist das dich heraus trägt aus dem Gewohnten
Du siehst dass dein Gesicht aufhört
Sich im Grausein des Alterns zu begnügen
Und du revoltierst aber im Verstehen
Wenn du jung bist
Ist das Alter die Angelegenheit einer anderen Rasse
Wenn du auch jede Nacht ein wenig stirbst
Weißt du dass du die linke Hand in die rechte pressen kannst
Um deinen Herzschlag zu spüren
Und D e i n Leben zu leben

In dem kleinen Dorf zu Füßen der Caroux

Gehe ich nach dem Regen in meinen Garten
Im Mai
Dreiundzwanzig Grad
Hohe Luftfeuchtigkeit die die Haare kringeln lässt
Blumen duften honigweich
Der Rosenstrauch hat viele Blüten vorbereitet
Da stehe ich - staunend
Und treibe Knospen
Wenn ich die Augen schließe
Bildet sich etwas in meinem Kopf
Es ist fünfblättrig

Die Wunde
Manchmal scheint sie zu heilen
Sie misst die Zeit
Schreitet durch Jahrtausende

Ist auf der Suche nach Lösungen
Die gleiten ihr hinweg
Verdampfend

Sie versteckt sich
Versucht sich unsichtbar zu machen
Aber sie ist überall

Durch die Wüste kriecht sie
Gibt einen Tropfen ihres Blutes der verdorrenden Pflanze

Wunde ist Angst
Wunde ist das unbedachte Wort
Wunde ist Enttäuschung
Wunde ist das Glas
Das plötzlich und ganz unerwartet
An der Steinwand zersplittert
Und einen Riss in den blauen Himmel schneidet 

Bald wird sie verheilt sein
Aber nur scheinbar

Weiterlesen: Der Mond geht auf die Suche...>>

Ein Podium schleppen sie mit sich herum
Auf dem Rücken
Bei Bedarf stellen sie es auf
Um hinaufzusteigen und ihre Meinungen zu katapultieren
Bum bum hoho haha lala jaja!
Und das ist so – weil i c h es sage
Weil ich ja Bescheid weiß
Denn ich bin intelligent!
Hoho – was die anderen sagen
Ist mir egal
Da höre ich gar nicht hin
I c h habe sowieso eine andere Meinung
Ich schneide den anderen den Atem ab
Ich bin für Tradition
So war es und so ist es -
Ja ja – für den Fortschritt bin ich auch
Ich – ich mache überhaupt alles richtig
(Und möglichst nichts was man kritisieren könnte)
Nach ihrem Triumph steigen sie von ihrem Podium
Um es bei der nächsten Gelegenheit wieder aufzustellen
Aha?! aha?! ohhhh! so so
Ufff!!!

Die folgenden Texte sind entstanden unter dem Eindruck des Zweifels und der Unsicherheit, ob die Entscheidung, mit meiner Familie in einem anderen Land ein neues Leben zu beginnen, richtig war.

Wir fuhren mit dem Auto langsam den Weg nach oben, eingehüllt vom Nebel und Nieselregen. Das Dorf lag vor uns, so einsam und traurig, dass ich viel Mühe hatte, meine tiefe Enttäuschung zu verbergen.

Wir kamen aus einer anderen Welt, doch mein Mann war glücklich, sich aus der Hektik des Filmgeschäfts endlich zurückziehen zu können.

Eigentlich war ich auch seiner Meinung, doch überkam mich in diesem Moment ein Berg von Zweifeln und ich fragte mich, ob ich wirklich viele, viele Jahre in dieser Einsamkeit leben kann und will!

Kaum die Koffer ausgepackt, nach einer Tasse Café und etwas Feuer im Kamin gemacht, setzte ich mich wie betäubt an meine klapprige Schreibmaschine und fing an, folgenden Text wie in verzweifelter Trance zu schreiben..........

Weiterlesen: Post scriptum: es sollten die schönsten, die ...>>

Südlicher Morgen
Laue Windseiden singen über Nacken und Augen
Hyperbeln in der Morgenluft
Fast akzeptieren der Routine
Schnörkel im Gewohnten
Schleife
Kringel
Tanz

Grüne Satinschleife um getrocknete Gräser gebunden
Einige gelbe Rosenknospen bereit
Mit der aufsteigenden Sonnenwärme aufzubrechen
Und erwachsen zu werden
Erwachsene Rosen
Gelbduftig

 

Schutzwand für den Aromengärtner
Einen magischen Kreis um seine Pflanzen gezogen
Thymian Salbei Estragon
Rosmarin Zitronenmelisse
Aromenhände furchen kleine Kreise um die Stiele
Optimale Lebensbedingungen
Grüner Punkt in der Hand
Grünkelchembryo

Traurigkeit ist ein Zeichen
Ein Vorschlag
Ein Bitten vielleicht
Innezuhalten in der Routine
An andere Möglichkeiten zu denken
Sich zu korrigieren
Nichts zu säen
Weil die Zeit als Qualität nicht gut ist