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Texte

Verfallene Aktualitäten

Tiefe Fußspuren

Wind - verschneit

Sturm – versandet

Wasser – gespült

Glatt

Ein Hochhaus voller Humus

Und wir stehen oben

Stapfen durch die Neuigkeiten

Fußspuren…….

Und so weiter

Immer ist es „Jetzt“

 

2010

Lyrik

Wie viel Kuppeln auf dem Dach unserer Begierden

Können wir uns eigentlich leisten

In die kalten Katakomben der Zuflucht

Dringt keine Sonne

Dazwischen das gebohnerte Parkett

Unterbrochen von Grasnarben und schmutzigen Pfützen

Der weiße Handschuh des Croupiers

Am Drehpunkt der Zahlenschüssel

Voilà meine Damen und Herren

Rien ne va plus

Am 10.05.2010

Lyrik

U Bahnhof Potsdamer Platz
8 Uhr am Morgen
Berufsverkehr
Sie drängen sich ins überfüllte Abteil
Riechen nach frischem Brot
Und Latte macchiato
Nach Aufbruch
Sehnsuchtsparfümiertem Leben
Wie war das noch
Damals im Mai
Ach ja.......

Lyrik

Winterlich verbitterter Wollrock
Versteckt sich vor Frühlingsgesang
Amsel Drossel Fink und Star
Es schleudert sich Seide und Leinen
In grüne Wege

Dame Natur wirft die Mega-Samen der Feigen
Zurück in die Gedanken des Erfinders.
Zeit fühlt sich wärmer an
Will uns gnädig täuschen
Versucht zu stoppen
Für Momente der Liebe
In der gelben Lauheit

Vergebens!
Sie hat in ihren Genen den Erdenschritt
Von Menschen in Uhren gezeitet

Aktuelles

Ich leihe mein Ohr dem Ungewissen

Dem zarten Gelb zum Beispiel

Im Übergang des Hellgrün ins Grüne

Kann den Sonnenaufgang nicht sehen

Weil Häuser mit Fenstern und Türen

Mir Blickgrenzen sind

Dieses helle Sonnenlicht-Orange

Kann ich nur aus der Erinnerung holen

Vergangene Daten gelebter Tage

Lyrik

Die folgenden Texte sind entstanden unter dem Eindruck des Zweifels und der Unsicherheit, ob die Entscheidung, mit meiner Familie in einem anderen Land ein neues Leben zu beginnen, richtig war.

Wir fuhren mit dem Auto langsam den Weg nach oben, eingehüllt vom Nebel und Nieselregen. Das Dorf lag vor uns, so einsam und traurig, dass ich viel Mühe hatte, meine tiefe Enttäuschung zu verbergen.

Wir kamen aus einer anderen Welt, doch mein Mann war glücklich, sich aus der Hektik des Filmgeschäfts endlich zurückziehen zu können.

Eigentlich war ich auch seiner Meinung, doch überkam mich in diesem Moment ein Berg von Zweifeln und ich fragte mich, ob ich wirklich viele, viele Jahre in dieser Einsamkeit leben kann und will!

Kaum die Koffer ausgepackt, nach einer Tasse Café und etwas Feuer im Kamin gemacht, setzte ich mich wie betäubt an meine klapprige Schreibmaschine und fing an, folgenden Text wie in verzweifelter Trance zu schreiben..........

Weiterlesen: Post scriptum: es sollten die schönsten, die ...>>

Lyrik

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